Norweger-Häkelei

Vom Trendgarn bis zum Klassiker.

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Norwegermuster häkeln – das macht Spaß und wenig Mühe.

Normalerweise kennt man Norwegermuster ge­strickt. Doch für Häkelfreunde – und solche, die es werden wollen – halten wir in diesem Handarbeits-Lehrgang etwas ganz Be­sonderes bereit: Norwegermuster zum Häkeln. Sie ergeben ein interessantes Muster­­­bild und gehen recht flott von der Hand. Übrigens: gehäkelte Norwegermus­ter sehen nicht nur bei Heimtextilien, sondern auch bei Pullovern, Jacken oder Kindersachen gut aus. Mit dicken Garnen gearbeitet eignen sie sich sogar für Brücken und Bettvorleger.

Beim Stricken sind uns Norwegermuster ausreichend bekannt. Aber auch beim Häkeln lassen sich durch den Wechsel von Farben – es können 2, 3 oder mehr sein – Motive einhäkeln. Gut für die „Norweger-Häkelei“ eignet sich die feste Masche, weil Sie in Breite und Höhe fast gleich ist. Es können aber auch halbe Stäbchen oder Stäbchen gehäkelt werden. Wie beim Stricken werden die Motive nach Zählmuster gearbeitet, bei denen immer genau angegeben ist, wie viele Maschen und Reihen in welchen Farben ge­arbeitet werden. Man zählt die vorgezeichneten Kästchen ab und häkelt dann entsprechend viele Maschen in den jeweils angegebenen Farben.

Sie können auch ganz einfach ein Muster selbst entwerfen. Dazu benötigen Sie nur Karopapier und einen Bleistift. Beachten Sie, dass bei festen Maschen, halben Stäbchen oder Stäbchen die Maschenhöhe unterschiedlich ist. Das ist wichtig für die Berechnung der Proportionen. Zweckmäßig ist dafür eine einfarbige Häkelprobe, an der man die Höhe und Breite der Maschen und Reihen abmessen kann. Während man beim Stricken die Fäden der gerade nicht benötigten Farbe hinter der Arbeit mitführt, werden sie beim Häkeln eingearbeitet. Es entstehen dadurch keine Spannfäden wie beim Stricken. Die Farbe, die gerade nicht mitgehäkelt wird, läuft über den Maschenköpfen der Vorreihe mit und wird mit den folgenden Maschen der neuen Farbe umhäkelt. Der umhäkelte Faden darf weder zu fest noch zu locker sein (Abb. 1).

Wichtig bei jedem Farbwechsel ist: bei der letzten Masche die beiden letzten Schlingen schon mit der neuen Farbe abmaschen. Das muss auch dann gemacht werden, wenn nur eine einzelne Masche in einer anderen Farbe gehäkelt wird. Es entsteht dadurch ein sehr klares Maschenbild (Abb. 2).

Damit Sie nicht gleich mit dem Muster der Decke beginnen müssen, haben wir zum Ausprobieren ein Muster aufgezeichnet. So können Sie mit Wollresten den Farbwechsel einmal ausprobieren. Sie werden schnell feststellen: Norweger-Häkelei ist einfach und macht viel Spaß. Vor allen Dingen aber wächst die Arbeit schnell.

Norweger-Häkelei - Abbildung 1
Norweger-Häkelei - Abbildung 2
Norweger-Häkelei - Abbildung 3

Teaser unten

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