Einfacher Kreuzanschlag und doppelte Anschlagkante

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Einfacher Kreuzanschlag

Für diesen Anschlag muss die erforderliche Fadenlänge in etwa vorausberechnet werden. Man kann davon ausgehen, dass pro Anschlagmasche bei dünneren und mittleren Garnen ca. 1 cm, bei dickeren Garnen 1,5 – 2 cm Faden gebraucht wird. Zu der errechneten Länge werden dann noch 20-30 cm Faden zugegeben, damit man auch bei den letzten Maschen am Ende des Anschlags noch genügend Faden zur Verfügung hat.

Man misst also diese Fadenlänge und bildet an dem so ermittelten Punkt für die 1.Masche eine Schlinge, wie Abb. 1 zeigt. Die Nadel mit der 1.Masche liegt in der rechten Hand, der abgemessene Faden sowie der vom Knäuel kommende Faden läuft zwischen Ring- und Mittelfinger der linken Hand durch. Dann teilen Zeigefinger und Daumen der linken Hand die beiden Fäden so, dass der abgemessene Faden vorne um den Daumen und der Faden vom Knäuel über dem Zeigefinger liegt (Abb.2). Danach wird der Daumen leicht nach links weggedreht (Abb. 3), mit der Nadel geht man unter dem vorderen Faden her nach hinten durch (Abb. 4) und holt den vom Zeigefinger kommenden Faden zur Schlinge nach vorne (Abb. 5).

Den abgemessenen Faden zieht man gut an und hat damit 1 Anschlagmasche gebildet. In der beschriebenen Weise arbeitet man weiter, bis die erforderliche Maschenanzahl angeschlagen ist. Der einfache Kreuzanschlag sieht gut aus, ist widerstandsfähig und sehr elastisch, daher besonders für Rechts-Links-Bündchen geeignet. Soll der An­schlag nachgiebiger sein und weiter werden, schlägt man die Maschen über 2 Stricknadeln an, die man zusammen in die rechte Hand nimmt.

Nach Beendigung des Anschlags wird die 2. Nadel herausgezogen, bevor man die erste Reihe strickt.

Abbildung 1 Abbildung 2 Abbildung 3


Abbildung 4

Abbildung 5


Doppelte Anschlagkante

Besonders elastisch und strapazierfähig wird die Anschlagkante wenn der Unterfaden, der um den Daumen gelegt wird, doppelt genommen wird. Dafür muss dieser Faden doppelt so lang sein, wie beim einfachen Kreuzanschlag, die Arbeitsweise ist die gleiche. Auf der Nadel liegen die Anschlagmaschen mit ein­fachem Faden, nur die Kante ist doppelfädig. Nach Erreichen der erforderlichen Maschenzahl werden die Unterfäden abgeschnitten und später vernäht.

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