Schlingenhäkelei

Die Schlingenhäkelei ist eine vielseitig verwendbare Handarbeit. Nicht nur Ränder und Besätze häkeln und verzieren Sie damit. Auch ganze Kissenhüllen und Kleidungsstücke lassen sich in dieser Technik interessant gestalten. Dabei können Sie auch mit mehreren Farben arbeiten und einen zusätzlichen wirkungsvollen Effekt erzielen.

Um gleichmäßig lange Schlingen zu erhalten, benötigen Sie einen Gegenstand, um den die Schlingen gehäkelt werden: z.B. ein flaches Stäbchen oder einen Pappstreifen. Sollen die Schlingen kürzer sein, arbeitet man sie um einen Bleistift oder über den linken Zeigefinger.

Schlingen häkeln um Pappstreifen.

Zuerst schneidet man sich einen Pappstreifen zurecht, der so breit ist, wie die Schlingen breit sein sollen.

Auch hier häkelt man zunächst auf einen Luftmaschenanschlag eine Reihe feste Maschen (bei Modell Nicola entfällt der Lftm-Anschlag).

Dann folgt die Schlingenreihe: 1 Steigeluftmasche in die 2. feste Masche der Vorreihe einstechen, den Faden von vorn nach hinten um den Pappstreifen legen, dann den Faden mit der Häkelnadel greifen (siehe Abb. 1) und durch die feste Masche ziehen, einen Umschlag bilden (siehe Abb. 2) und damit die beiden auf der Nadel liegenden Schlingen zusammen abmaschen, also eine feste Masche häkeln (siehe Abb. 3), in die nächste feste Masche der Vorreihe einstechen und bis zum Ende der Reihe arbeiten wie beschrieben. Dann den Pappstreifen aus den Schlingen ziehen, die Arbeit wenden und eine Reihe feste Maschen häkeln.

Fortlaufend immer eine ungerade Reihenzahl feste Maschen und eine Reihe Schlingen häkeln.

Abb. 4 zeigt die rückwärtige Seite eines Häkelteiles in Schlingenhäkelei. Diese Seite wird nach Beendigung der Arbeit als Vorderseite verwendet.

Schlingenhäkelei - Abbildung 1

Abbildung 1

Schlingenhäkelei - Abbildung 2

Abbildung 2

Schlingenhäkelei - Abbildung 3

Abbildung 3

Schlingenhäkelei - Abbildung 4

Abbildung 4

Schlingen häkeln um den Zeigefinger

Zuerst häkelt man einen Luftmaschenanschlag.

1. Reihe: 1 Steigeluftmasche, dann auf die 2. und jede folgende Masche 1 feste Masche arbeiten.

2. Reihe: wie die 1. Reihe.

3. Reihe: Schlingenreihe wie folgt: 1 Steigeluftmasche in die 2. feste Masche der Vorreihe einstechen, den Faden um den Zeigefinger der linken Hand legen, dann den Faden mit der Häkelnadel unterhalb vom Finger greifen (siehe Abb. 5), so dass die Schlinge um den Zeigefinger liegt. Dann den Faden durch die feste Masche der Vorreihe ziehen, einen Umschlag bilden (siehe Abb. 6) und damit die beiden auf der Nadel liegenden Schlingen zusammen abmaschen, also eine feste Masche häkeln (siehe Abb. 7).

Finger aus der Schlinge ziehen, in die nächste feste Masche der Vorreihe einstechen und bis zum Ende der Reihe arbeiten wie beschrieben. Die Arbeit wenden und eine Reihe feste Maschen häkeln.

Nun wird im Wechsel immer eine Reihe Schlingen und eine Reihe feste Maschen gehäkelt, damit die Schlingen stets auf der selben Seite erscheinen.

Je nachdem, wie dicht die Schlingen liegen sollen, häkelt man beliebig viele Reihen feste Maschen zwischen den Schlingenreihen, jedoch immer eine ungerade Reihenzahl, da sonst die Schlingen nicht mehr auf der gleichen Seite der Arbeit entstehen.

Schlingenhäkelei - Abbildung 5

Abbildung 5

Schlingenhäkelei - Abbildung 6

Abbildung 6

Schlingenhäkelei - Abbildung 7

Abbildung 7

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